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Gesund wohnen: Schadstoffe in Möbeln, Farben und Bodenbelägen erkennen und vermeiden


Gesund wohnen: Schadstoffe in Möbeln, Farben und Bodenbelägen erkennen und vermeiden

Gesund wohnen: Schadstoffe in Möbeln, Farben und Bodenbelägen erkennen und vermeiden

Die meiste Zeit des Lebens verbringen Menschen in geschlossenen Räumen. Doch was, wenn das eigene Zuhause unbemerkt krank macht? Laut Umweltbundesamt können viele Innenräume mit Schadstoffen belastet sein – sei es durch Möbel, Farben oder Bodenbeläge. Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Atemwegserkrankungen – all das kann durch giftige Dämpfe aus vermeintlich harmlosen Einrichtungsgegenständen verursacht werden. Besonders betroffen sind Kinder, da ihr Organismus empfindlicher auf Schadstoffe reagiert. Doch welche Materialien sind problematisch – und wie lassen sie sich vermeiden?

 

Möbel und Schadstoffe: Mehr als nur Holz und Stoff

Der Geruch neuer Möbel wird oft als angenehm empfunden, doch dieser „Neugeruch“ ist nicht immer harmlos. Viele Möbelstücke dünsten über Monate oder sogar Jahre flüchtige organische Verbindungen (VOCs) aus, die gesundheitsschädlich sein können. Besonders problematisch sind Spanplatten, die oft mit formaldehydhaltigen Klebstoffen verarbeitet werden. Dieses Gas, das in hoher Konzentration als krebserregend gilt, kann Kopfschmerzen, Schleimhautreizungen und Atemwegserkrankungen verursachen. Auch Weichmacher, Lösungsmittel und Flammschutzmittel, die in vielen Polstermöbeln oder beschichteten Oberflächen stecken, belasten die Raumluft und können Allergien sowie hormonelle Störungen begünstigen.

 

Holz ist nicht gleich Holz: Worauf es ankommt

Massivholzmöbel sind eine deutlich gesündere Alternative zu Pressspan und furnierten Holzplatten – doch nicht jedes Massivholz ist automatisch unbedenklich. Entscheidend ist, wie das Holz behandelt wurde. Unbehandeltes, FSC-zertifiziertes Holz ist die beste Wahl, da es frei von Schadstoffen ist und zudem nachhaltig gewonnen wird. Gerade in Kinderzimmern spielt das eine große Rolle: Ein hochwertiges Kinderbett aus massivem, unbehandeltem Holz sorgt nicht nur für eine langlebige und stabile Schlafumgebung, sondern trägt auch zu einer besseren Raumluftqualität bei.

Ebenso wichtig sind die verwendeten Lacke und Öle. Während konventionelle Holzlacke oft Lösungsmittel enthalten, die über längere Zeit ausgasen, gibt es umweltfreundliche Alternativen. Holzlasuren auf Wasserbasis oder Naturöle mit pflanzlichen Inhaltsstoffen schützen das Holz und sind gleichzeitig gesundheitlich unbedenklich. Zertifikate wie der „Blaue Engel“ oder das „Natureplus“-Siegel geben Orientierung und garantieren, dass die Möbel keine bedenklichen Stoffe ausdünsten.

 

Bodenbeläge: Schadstoffe lauern unter den Füßen

Bodenbeläge werden oft nach Optik und Preis gewählt – doch kaum jemand denkt darüber nach, dass sie eine der größten Schadstoffquellen in Innenräumen sein können. Teppichboden, Vinyl oder Laminat enthalten häufig flüchtige organische Verbindungen (VOCs), die über Jahre hinweg in die Raumluft abgegeben werden. Besonders problematisch sind Weichmacher, die in vielen Kunststoffböden stecken. Diese sogenannten Phthalate stehen im Verdacht, hormonelle Veränderungen auszulösen und können sich langfristig im Körper anreichern.

Noch kritischer ist der Einsatz von PVC-Böden. Neben Weichmachern enthalten sie oft Flammschutzmittel oder Klebstoffe mit bedenklichen Inhaltsstoffen. Zudem sind sie nicht biologisch abbaubar und stellen auch nach ihrer Nutzung ein ökologisches Problem dar. Studien zeigen, dass in schlecht belüfteten Räumen die Belastung durch Weichmacher und VOCs besonders hoch sein kann, was insbesondere für Kinder und empfindliche Personen gesundheitliche Risiken birgt.

 

Gesund wohnen: Schadstoffe in Möbeln, Farben und Bodenbelägen erkennen und vermeiden

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Gesunde Alternativen für nachhaltiges Wohnen

Wer Schadstoffe im Wohnbereich vermeiden möchte, sollte auf natürliche Materialien setzen. Böden aus Massivholz sind eine der besten Alternativen, da sie von Natur aus frei von schädlichen Substanzen sind – vorausgesetzt, sie werden mit natürlichen Ölen oder Wachsen behandelt, statt mit synthetischen Lacken versiegelt. Eiche, Buche oder Kiefer sind besonders langlebig und verbessern sogar das Raumklima, indem sie überschüssige Feuchtigkeit aufnehmen und bei Bedarf wieder abgeben.

Kork ist eine weitere umweltfreundliche Option. Das Naturmaterial ist nicht nur warm und fußfreundlich, sondern auch elastisch, trittschalldämmend und frei von Schadstoffen, wenn es unbehandelt verwendet wird. Auch Linoleum, oft mit PVC verwechselt, ist eine nachhaltige Wahl: Es besteht aus Leinöl, Korkmehl und Jute und ist vollständig biologisch abbaubar.

Für Teppichliebhaber gibt es gesunde Alternativen zu synthetischen Produkten. Naturfasern wie Schurwolle, Sisal oder Kokos sind nicht nur frei von Schadstoffen, sondern auch von Natur aus schmutzabweisend und antistatisch. Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass sie ohne chemische Imprägnierung oder künstliche Farbstoffe verarbeitet wurden. Auch ein schadstofffreier Teppichrücken ist entscheidend, denn viele herkömmliche Teppiche enthalten Klebstoffe, die ebenfalls Schadstoffe ausdünsten können.

Neben der Materialwahl spielt auch die Verlegung eine Rolle. Konventionelle Klebstoffe enthalten oft Lösungsmittel, die wochenlang ausgasen. Eine schadstofffreie Alternative sind mechanische Klick-Systeme bei Parkett und Laminat oder lose verlegte Teppiche und Korkböden, die keine Klebstoffe benötigen.


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